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Ein Meisterwerk seiner Zeit
• • • • • (bewertet mit 5 von 5 Punkten)
Die Geschichte, die dieser Roman erzählt, nach zu erzählen, spare ich mir an dieser Stelle. Sie sollte bekannt sein Viel wichtiger denke ich, ist es sich über die Bedeutung einer solch einfachen Gesichte in der damaligen Zeit nachzudenken. Homo Faber aus heutiger Sicht zu lesen, ist noch schwieriger, als zu dem Zeitpunkt war, als ich es in die Hand bekam (es werden über zwanzig Jahre sein), und vieles war für mich damals schon schwer nachzuvollziehen. Der Roman spielt nun mal in den 50er Jahren in einem noch Nachkriegsszenario, in welchem jegliche Ordnung eine Andere War, als sie es heute ist: Kuba war noch kein Schurkenstaat von Kennedys Gnaden, sondern nichts weiter als Maffiaspielhölle, der Fortschrittsglaube war nicht nur ungebrochen, sondern stand alternativlos da. Eine jede Meinung, dass was wir und vor allem unsere Väter tun und getan haben, vielleicht nicht Gottgewollt war, wurde mit dem sofortigen gesellschaftlichen Tod bestraft. Das ich im vorigen Satz nur von unseren Vätern sprach, lag einzig daran, das Mütter in den 50ern gefälligst nicht in Erscheinung zu treten hatten.
Wenn man die Geschichte dieses Romans in diesem zeitlichen Kontext sieht, kommt er einen Erdbeben gleich, und ich glaube genau so wurde er in einem zugegeben kleinen Kreis aufgenommen.
Eine Rezension von Stefan Stalla "Jazzbär" > Hünstetten
vom 26. Februar 2008 |