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Rausgeworfenes Geld
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Wer sich als Betroffener unter dem überaus starken Buchtitel eine brauchbare Hilfestellung bei eigener Arbeitslosigkeit erhofft, wird zwangsläufig enttäuscht sein. Schildert eine Autorin auf den ersten 25 Seiten noch mit einer gehörigen Portion Galgenhumor eine Kündigungssituation, die beim Leser zustimmendes Kopfnicken auslösen könnte, so gleitet sie bereits ab Seite 26 in eine Tschaka!-Ich lass mich doch nicht unterkriegen und Sie sollten das auch nicht!-Mentalität.
Hierzu bedient sie sich pseudopsychologischer Lebensweisheiten, wie z.B. des stark an Dale Carnegie erinnernden Satzes mit den Zitronen und der Limonade. Oder die Rede ist von Körnerpicken, Rattenrennen, Opfer- bzw. Sieger-Rolle. Wieder und wieder wird der Leser aufgefordert, den angeblich glücklichen Umstand seiner Arbeitslosigkeit als Chance zu ergreifen, in sich zu gehen und über seine wirklichen Wünsche und Vorstellungen betreffs seines künftigen (Berufs-)Lebens nachzudenken. Diese soll er auf die vorgedruckten Leerzeilen - die sich allein über 15 von insgesamt nur 95 Buchseiten mit großen Zeilenabständen erstrecken - eintragen und sich jeden Tag vor Augen halten. Ja, und was dann?
Es folgen Literaturhinweise für kostenintensive Fachbücher aus den Bereichen Arbeitslosenrecht, Jobsuche, Existenzgründungen, Schuldnerberatung und Aussteiger zuzüglich einer umfangreichen Aufzählung von Internetadressen querbeet - einschließlich mehrfacher Hinweise auf die eigene Homepage. Diese ist, wie schon zu erwarten, überladen mit Reklame für Diäten, Reisen, Lebensziele, Finanzen, Hobbies und und und. Da kommt man doch ins Grübeln, was mit diesem Buch - das sich, wohlgemerkt, an Arbeitslose richtet - in Wirklichkeit bezweckt wird.
Mein Fazit: Finger weg.
Eine Rezension von Escritora >
vom 13. April 2007 |